Fast Food – was ist drin?

Fast Food – was ist drin?

Rund statt gesund

Dies ist der zweite Teil unserer zweiteiligen Reihe „Fast Food – was ist dran, was ist drin?“
 
Als Beilage kommen Pommes frites auf das Tablett, die Lieblingsspeise vieler Kinder. Hergestellt werden sie beim Branchenführer der Abfütterungsindustrie aus der holländischen Industriekartoffel »Bintje«, die bei der starken Kunstdüngung rasch und einheitlich wächst, hohe Erträge bringt, groß und gleichmäßig geformt und relativ geschmacksneutral ist.

Die Pommes werden in der Fabrik vorgebacken und tiefgefroren an die Lokale ausgeliefert, wo sie in Industriefetten fertig frittiert werden. Einen Extraschub Kochsalz und eine Ladung Tomatenketchup, der bis zu 45% Zucker enthält, sorgen für so eine Art Geschmack.

Aus gesundheitlicher Sicht sind die meisten Fast-Food-Produkte also mit Vorsicht zu genießen. Was nach dem Verlassen des Lokals im Magen liegt, ist meist ein Erzeugnis mit unerwünscht hoher Nährstoffdichte: fettes Fleisch, Auszugsmehl, Fabrikfett, Fabrikzucker und Kochsalz.

Dazu eine Menge »leerer« Kalorien, d.h. wertloser Energielieferanten, die Übergewicht und Karies fördern. Und außerdem macht Fast Food dick, sie lässt die Fettpolster rasch größer werden. Ein Menü mit einem doppelten Cheeseburger, einer Portion Pommes und einem Shake deckt etwa 75% des Kalorienbedarfs eines Erwachsenen, ohne wirklich und dauerhaft zu sättigen.

Vitalstoffe wie Enzyme, Vitamine, Spurenelemente, Faserstoffe, Wasser sind bei Fast Food meist Mangelware. Der tägliche Bedarf muss durch andere Nahrungsmittel ergänzt und mitgedeckt werden. Werden Hamburger, Würstchen, Schnellpizzas und Cola-Getränke zu den Hauptnahrungsmitteln, muss mit schweren Gesundheitsstörungen gerechnet werden!

Junkfood, wie Fast Food im angelsächsischen Sprachgebrauch häufig auch genannt wird, übersetzt »Müll-Essen«, kann somit eine schnelle Rutschpartie in zahlreiche ernährungsbedingte Krankheiten sein.

Der blasse Dicke, der von nervösen Erscheinungen wie Schlaflosigkeit, Angstträumen, aber auch gesteigerter Aggressivität und Hyperaktivität geplagt ist, ist nicht nur in Amerika der Inbegriff der »junk food disease« geworden.

Für Fast Food gibt es durchaus Alternativen: Salatteller, Bio-Snacks, Tofuburger, frisches Obst und Gemüse…

Wie geht es ohne?

Der Verzicht auf Fast Food ist zunächst nicht mit einem Verzicht auf schnelle Küche gleichzusetzen.
 
Es gibt eine Reihe von praktikablen Alternativen wie Bio-Snacks, Tofuburger, selbst zubereitete Zwischenmahlzeiten, Schnellimbisse der chinesischen Küche, diverse Vorspeisenteller und Salatgerichte etc.

Ein Nein zur Fast Food (und Süßigkeiten) bedeutet praktisch schon eine Hinwendung zu einer natürlichen und vollwertigen Ernährung. Gaumen, Magen und Darm stellen sich allerdings nicht von einem auf den anderen Tag um. Sind sie jedoch erst einmal der fetten, vorfabrizierten Schnellkost mit überstarken Geschmacksreizen entwöhnt, so wollen sie bald nicht mehr auf qualitativ hochwertige und gesunde Lebensmittel wie Getreide, frisches Obst und Gemüse verzichten. Und der Körper dankt es uns auf lange Sicht mit Vitalität und Gesundheit.

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