Meditation gegen die Volkskrankheit Stress?

Meditation gegen die Volkskrankheit Stress?

Uralte Tradition gegen moderne Belastungen

Vorne weg: Ja!  Und nicht nur gegen Stress, auch bei Burnout und vielen anderen Problemen.

Stress ist längst eine Volkskrankheit geworden. Sie zerstört Lebensfreude, Liebesfähigkeit, und die Körper. Betroffenen sind über 25% der erwachsenen Bevölkerung – und auch schon viele Kinder. Vielleicht auch Sie?

Die Stress-Symptome

Die heute besonders auffällig gewordene Form ist Burnout. Die „normalen“, seit über 50 Jahren in der psychosomatischen Medizin bekannten Folgen sind Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Beschwerden bis zum tödlichen Herzinfarkt, Schlaflosigkeiten, Depressionen, Ärger bei nichtigen Anlässen, nervöses Verhalten, Magengeschwüre, und viel mehr aus der Krankheitsbüchse der Pandora.

„Meditation“ klingt da wie aus einer anderen Welt.

Wenn man in Europa oder Amerika das Wort Meditation hört, denken die meisten Menschen automatisch an weiß gekleidete Inder, die sowieso nur stoisch herum hocken und nichts Sinnvolles tun, und auch keine Arbeit haben. So wird die vor allem aus Indien stammende Religions- und Gesundheitspraxis der Meditation schnell zu etwas uns Westlern Fremden, nun wirklich nicht wünschenswertem –  zum Gegenteil von „realem westlichen Leben“.

Es gibt auch christliche Meditation

Was dabei vergessen wird: dass Meditation in der frühen Zeit des Christentums eine völlig selbstverständliche Praxis der Mönche war, die die Nachfolge Jesu antraten. Diese meditierenden Mönche waren Träger der frühen christlichen Praxis und Überlieferung. Bis die entstehende katholische Amtskirche diese ihr wegen ihrer Privatheit nicht genehme und nicht kontrollierbare Praxis der Meditation zum Teil mit Gewalt verdrängte.

Meditation als Anti-Stress Mittel

In den 1960-er und 70-er Jahren erregte es in den USA im Kreise der westlichen Medizin und Psychotherapie Aufsehen, als schnell über 600 wissenschaftlich-medizinische Studien und Doktorarbeiten zeigten, dass schon kurzes (mehrwöchiges) Meditieren nach der Methode „TM“ starke Stress-Verminderung und Heilung von Stressfolgen brachte. Über Nacht war in den USA die Transzendentale Meditation das stärkst wirkende Anti-Stress Mittel geworden. Schlimm war nur dass die Wissenschaft dafür keinerlei Erklärungen finden konnte, außer signifikanten Veränderungen der Hirnstrom-Muster.

Ich konnte damals selber sehen, wie ein noch nicht einmal 30 Jahre alter Freund sein schweres Magengeschwür und einen auffälligen Tic ophtalmic (schweres Zucken der Augenlider) binnen drei Wochen nach dem Beginn der Transzendentalen Meditation vollständig ausheilte und danach nie wieder einen Rückfall hatte. Auch nicht, als er später einen anderen spirituellen Weg ohne diese Meditation wählte. Die Stress Erkrankung war offenkundig dauerhaft ausgeheilt, auch noch 30 Jahre später.

Dieser Freund musste damals keinen indischen Lebensstil annehmen, keine indischen Gottheiten anbeten oder seinen westlichen Lebensstil aufgeben. Obwohl die TM, mit dem vollen Namen Transzendentale Meditation, von dem indischen Shankaracharya Meister Maharishi Mahesh Yogi in den Westen gebracht worden war. Einige Jahre später wurde mein Freund Informatik Professor –  es gab beruflich und im Familienleben keinerlei Kollision mit der meditativen Praxis, auch wenn seine Frau sie nicht mitmachte.

Zur Herkunft der Meditation

Ich mache einen weiteren Bogen um Ihnen noch mehr Information zu Herkunft und Praxis der Meditation, insbesondere der Mantra Meditation zu geben, ehe ich Ihnen sage, wie Sie auf einfache Weise zu Ihrem Wohl meditieren können.

Wer im Christentum noch Spuren der alten christlichen Meditation erleben wollte, fand am ehesten noch Zugang, wenn er Gregorianische Choräle hörte oder mitsang. Diese Choräle entstanden aus dem Singen von Mantren und Psalmen als einem Teil der klösterlichen Praxis. Sie entsprechen dem, was wir lebendig heute noch aus Hinduismus und Buddhismus als Bhajan kennen, das spirituell motivierte gemeinsame Singen von Mantren und mantrischen Texten.

Interessant ist, wie sehr heute noch die überlieferte  –  inzwischen wieder mehr geübte  –  Praxis der christlichen Meditation in ihrem Verständnis mit der indischen und asiatischen Meditation übereinstimmt.

Meditation ist nichts Abstruses und Gefährliches, sondern eine über mindestens 50.000 Jahre entwickelte Kulturleistung mit vielen hilfreichen Wirkungen und Effekten. Auch wenn die moderne „naturwissenschaftliche“ Medizin und Psychologie sie trotz vieler positiver Studien nicht verstehen.

Eine empfehlenswerte christliche Meditations-Anleitung

Die World Community for Christian Meditation (www.wccm.org) mit Kontakt Adressen auch in Deutschland erläutert auf ihrer Website, was Meditation ist und bezweckt. Sie schreibt: “Meditation ist universelle spirituelle Weisheit und eine Praxis, die wir im Zentrum aller großen Religionen finden. Meditation führt vom mentalen Geist zum Herzen. Jeder kann sie ausüben, woher er oder sie auf dem Lebensweg auch kommt. Was nötig ist: klar zu sein über die Praxis – und anzufangen.“

Dann gibt die wwcm eine einfache Anleitung für die Praxis des Meditierens, die genauso auch von Maharishi Mahesh Yogi aus seiner indischen Tradition hätte stammen können.

„Setz Dich hin. Sitze ruhig mit aufrechtem Rücken. Schließe Deine Augen ohne sie zu zu drücken. Dann fang an, still im Inneren vor Dich hin sprechend, ein einfaches Wort zu wiederholen  –  ein Gebetswort oder ein Mantra.“

Dann gibt wwcm.org ein Mantra: “Wir empfehlen ein uraltes christliches Gebetswort  – Maranatha. Sprich es als vier aufeinander folgende Silben. Atme normal und gib dem Wort Deine volle Aufmerksamkeit während Du es sagst, still, sanft, mit Vertrauen, und vor allem – einfach.“

Die Grund-Anleitung zum Meditieren

Das vorstehende ist eigentlich schon die gesamte Anleitung für das Tun in der Meditation. Plus einem möglichst stark wirksamen Mantra. Man kann die obige Anleitung variieren, z.B. auch das Mantra laut singen, allein oder in Gruppen. Die obige einfache Grundanleitung funktioniert leicht und wunderbar für fast alle Menschen, die diese Praxis ohne Vorurteile beginnen.

Weiter schreibt wccm.org: „Die Essenz der Meditation ist ihre Einfachheit. Behalten Sie dasselbe Wort bei, während der ganzen Meditation, und Tag für Tag. Visualisieren Sie nicht, sondern hören Sie sich einfach zu während Sie das Wort vor sich hin sprechen. Lassen Sie alle Gedanken los (auch sogenannte gute Gedanken), und auch alle Bilder oder andere Worte. Wenn Ablenkungen auftauchen, dann kämpfe nicht gegen sie. Lass sie gehen und sprich weiter Dein Wort, mit Vertrauen, sanft und aufmerksam. Und wenn Sie merken, dass Sie das Wort nicht mehr still sprechen weil Ihre Aufmerksamkeit weg gewandert ist, dann machen Sie einfach mit dem Wort weiter.“

Dies ist die volle Anleitung. Ich empfehle Ihnen diese einfache und hoch leistungsfähige Grundform. Am besten zweimal am Tag: morgens und abends, für jeweils 10-15 Minuten. Und danach jeweils einige ruhige Minuten.

Lesen Sie nächste Woche mehr über Mantren und ihre Wirkungen und einer speziellen Anti-Stress-Meditation…

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Ursula Cagan

Ich bemuhe mich um meine Gesundheit, verantwortlicher zu werden durch stressreduktion… Danke !