Wenn ich krank bin …

Wenn ich krank bin …

… wer oder was ist dann krank ?

Wer oder was wird gesund ?

Wenn ich eine Bronchitis habe, wer ist dann krank? Meine Bronchien, meine Lunge, oder „ich“?

Denn eigentlich habe „ich“ eine Lunge und sage deswegen auch „meine Lunge“. Und wenn ich über meine Bronchitis oder meine Gallenblase rede, dann sagen nicht die Bronchien oder eben die Gallenblase „ich“, sondern meine Stimmbänder im Kehlkopf unter Steuerung des Gehirns, wo angeblich das „Ich“ sitzt.

Die Schulmedizin sieht das anders. Der ärztliche Jargon sagt dann: „Im Zimmer 40 haben wir eine Gallenblase hereinbekommen.“ Die wird dann als das kranke Teil vielleicht am nächsten Tag herausgeschnitten, damit man die Krankheit in einen Entsorgungseimer werfen kann.

Wenn die kranke Gallenblase raus ist, und „ich“ noch einige Tage im Krankenhausbett gelegen hat, sollte „ich“ per Definition gesund sein.

Dass die Krankheit der Gallenblase vielleicht eine Krankheit der ganzen Person ist, die sich „ich“ nennt, und die sich in der Gallenblase zeigt, wird von den meisten Schulmedizinern nicht gern betrachtet. Mir ist von einem Facharzt ein Ausspruch überliefert: „Wenn ich alle Kranken mit psychosomatischen Problemen zum Psychologen schicken würde, wäre meine Praxis leer und pleite. Hundert Prozent sind psychosomatisch. Also schicke ich keinen weg.“

Und so werden statt „Ichs“ deren Gallenblasen und Bronchien behandelt. Wer das Buch:“Krankheit als Symbol“ des psychosomatischen Mediziners Rüdiger Dahlke liest, oder dort bei einem Gesundheitsproblem nachschlägt, erkennt schnell, dass das kranke „Ich“ der Person nicht das kranke Organ ist. Der Untertitel des Buches heisst „Symptome, Be-Deutung, Bearbeitung, Einlösung“.

In dieser Sicht ist die Krankheit eines Organs das Symptom einer Erkrankung des ganzen Menschen mit seinem „Ich“, als das der Mensch über seine Probleme spricht. Das gekonnte Entfernen der Gallenblase beseitigt dann das Symptom, nicht die vermutlich wirkenden Ursachen.

Vor vielen Jahren bekam ein Studienfreund, einige Jahre nach seinem Examen, wiederkehrende schwere Magenschmerzen und –krämpfe, zu denen ein Internist nach eingehender Untersuchung ein Magengeschwür diagnostizierte und dabei einen karzinogenen Hintergrund ausschloss. Was tun?

Der Facharzt erläuterte ihm folgendes: „Was ich jetzt tun kann, ist Ihnen Pillen verschreiben. Dann werden sie fünf oder zehn Jahre zwar gelegentlich etwas merken von ihrem Magengeschwür, aber es wird Ihnen kaum Beschwerden machen. Vielleicht geht das auch fünfzehn Jahre gut. Dann aber wird es wieder herauskommen, am Magen oder woanders. Was dann die wahrscheinlichste Behandlung ist: eine partielle Magenresektion (Teil-Entfernung des Magens), die dann wieder fünf bis 15 Jahre halten kann“.

Dann fuhr der Internist fort: “Das ist Ihre übliche Prognose. Wenn Sie etwas anderes ausprobieren wollen, dann gehen Sie in die Stadt (München). Dort finden sie an jeder Ecke Hinweis-Plakate auf alternative Vorgehensmöglichkeiten. Schauen Sie, ob sie etwas Interessantes finden, und dann tun sie es. Ich habe schon viele unerwartete Erfolge gesehen.“

Also ging mein Freund sich in München umsehen, insbesondere auch bei den fünf alternativen Richtungen, die ihm der Arzt genannt hatte. Er landete schließlich bei einer Meditationsgruppe, die damals gerade anfing sich in Deutschland auszubreiten und ließ sich nach altem indischen Ritus in diese Meditationsform einweisen, in einer sogenannten Initiation.

Einen Monat später war sein Magengeschwür für immer verschwunden. Und sein schwerer Tic ophtalmic (Zucken der Augenlider), den er seit einem schweren Schädelbasisbruch im Alter von acht Jahren hatte, war auch für immer gegangen.

Hier war ganz offensichtlich nicht das Symptom behandelt worden, sondern der ganze Mensch, das „Ich“ mit Körper. Das war meine erste große Lektion zur Alternativen Medizin, die nicht Symptome beseitigt, sondern ganzheitliche Heilungen herbeiführen kann. Ich war so beeindruckt, dass ich mir auch meine Initiation geben ließ – obwohl ich ohne Gesundheitsprobleme war. Mein Argument: was so gut hilft, muss etwas sehr gesundes sein. So begann meine Laufbahn im alternativen Heilen.

Seien Sie sich einfach klar, dass fast jedes Körperproblem eine psychosomatische Komponente hat, und mindestens die Hälfte aller körperlichen Krankheiten eindeutig psychosomatische Ursachen haben. Dann wissen Sie, dass sie nicht „eine Gallenblase“ sind, sondern ein Ich mit Gallenblase und dortigen Problemen.

* * *
Der Autor Dr.Dr.Frank Peschanel, Physiker und US-amerikanischer Psychologe, ist Veranstalter von www.koeln-meditiert.de  und  www.atma.aribha.com. Er hat eine spezialisierte Praxis als HP Psych., lehrt in Workshops spirituelles Heilen und Hellsichtigkeit mit im Westen weitgehend unbekannten Methoden, und ist Sprecher in den Bereichen  Gesundheit, Mensch, Führung  und Kooperation.


Bildquelle: Titelbild “Krankheit …” – Benjamin Thorn / pixelio.de

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2 Kommentare auf "Wenn ich krank bin …"

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Paul Weber
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Ich habe die 10g Streukügelchen Arnica D6 genommen 2005 1758443 sagen Sie mir bitte für welche Krankheit diese waren. Paul Weber

Paul Weber
Gast

Ich habe die Streukügelchen 2005 genommen 175843 weis aber nicht mehr für welche Krankheit. Schreiben Sie mir bitte
ob ich die für alles nehmen darf. Gruß Paul Weber

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